Folge 3: Der Künstler Gerhard Lang und die Kunsthistorikerin Ursula Panhans-Bühler über das „Einfangen“ von Wolken
Der Künstler Gerhard Lang bezeichnet seine Arbeit nicht ohne Grund als „poetisierte Wissenschaft“. Er fängt draußen, unter freiem Himmel, die Bewegung der Wolken ein. Dabei blickt er ausschließlich in den Himmel, nicht auf das Papier. Seit mehreren Jahren arbeitet er an einer großen Staffelei im Schwarzwald, wo großformatige Werke auf Papier entstehen - unter Einfluss jeden Wetters, mit Graphit und Pastell oder mit Farbe aus Erde, die er vor Ort sammelt. Die zweiteilige Arbeit „Nubi Tempora", Teil der Ausstellung „Wolken. Von Gerhard Richter bis zur Cloud" im Museum-Sinclair-Haus, entstand 2017 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst. Während Gerhard Lang auf...